Landeshintergrund

Der Exodus aus Albernia

Wie die meisten seines Gefolges stammt Ritter Arwain Arodon aus dem aventurischen Königreich Albernia. Im Zuge eines Bürgerkrieges ging das heimatliche Lehen des Hauses Arodon – die Baronie Weidenau am Großen Fluß – verloren. Ohne Heimat und auf der Suche nach dem im Krieg verschollenem Erben des Hauses, dem Knaben Liam, brachen die Streiter des Hauses Arodon in die Fremde auf.

Pirmasens – die neue Heimat

Pirmasens liegt im Süd-Osten des Herzogtums Veldens. Einer Fehde fiel der letzte Ritter des alten Geschlechtes zum Opfer. Herzog Oswin II. belehnte Arwain mit dem verwaisten Land, um dessen Dienste in einem Krieg mit dem Norden zu vergelten, der das Herzogtum fast ein Jahrzehnt lang hat bluten lassen. Pirmasens grenzt im Norden und Westen an andere Ländereien des Herzogtums, im Süden an das Reich der Franken und im Osten an die von Orks und wilden Männern bevölkerte Pfalz. Pirmasens ist nicht nur Name des Lehens, sondern auch der einzigen Stadt darin. Die nächstgrößeren Orte sind Burgalben und Rodalben, stattliche Dörfer, jedoch ohne Stadtrecht.

In Pirmasens geht das Leben einen gemächlichen, traditionellen Gang. Die meisten Menschen sind Bauern oder Handwerker. Ritter Arwain hat den Glauben an die Zwölf Götter seiner alten Heimat mitgebracht und lässt ihnen Tempel errichten. Praios wacht über Ordnung und Recht, Rondra ist die Ehre der Krieger, die gütige Travia schützt Gastrecht, Ehe und Herdfeuer, Peraine lässt heilende Kräuter und die Früchte des Feldes gedeihen. Sie und noch acht weitere Götter haben nicht nur alle Bereiche des Lebens sondern auch die Verehrung durch die Sterblichen unter sich aufgeteilt.

Andere Wesen als Menschen sieht man selten. Elfen und Zwerge werden mit Skepsis, Neugier und versteckter Bewunderung betrachtet. Orks, Goblins, Trolle und ähnliche Wesen sind Feinde, die man erschlägt oder vor denen man flieht. Auch Magie ist nicht wohlgelitten. Ihre Anwendung ist nicht verboten. Doch muss ein jeder Zauberer sich bei der Herrschaft melden und für die Ausübung seiner Kunst Abgaben entrichten. Wer dabei der Nutzung schwarzer Künste überführt oder auch nur verdächtigt wird, der hat in der Regel nur noch ein kurzes Leben zu erwarten.

Männer und Frauen sind in Pirmasens gleichberechtigt, nennenswerte Rollenunterschiede gibt es nicht. Anhänger fremder Götter werden in der Regel toleriert, so sie ihre Gebete nicht an offensichtlich düstere Götter richten oder den Glauben der Pirmasenser verächtlich machen.

Pirmasens heute

Viele Höfe in Pirmasens stehen leer. Rund 8000 Einwohner sind dem Lehen noch verblieben. Darunter sind viele Witwen und Waisen. Der Krieg hat seinen Tribut gefordert und nur allmählich erholt das Land von der Vergangenheit. Ritter Arwain hat das Erbrecht geändert, eine Landwehr aufgestellt und in den Tempeln der Travia eine Suppenküche und eine Waisenhaus errichtet. Dennoch ist Pirmasens noch weit von altem Wohlstand entfernt.

Zu allem Unglück haben den Nachbarn im Süden und vor allem im Osten, die Orks der Pfalz, die Schwäche des Herzogstum genutzt und ihr Gebiet auf dessen Kosten erweitert. Zu dem, was Pirmasens verlor gehört auch ein stattlicher Salzstock. Dessen Einnahmen könnte Pirmasens gerade jetzt gut gebrauchen. Doch ohne weitere Unterstützung ist ein Kräftemessen mit den Orks wenig erfolgsversprechend und nicht nur Ritter Arwain hat einen Blick auf den reichen Salzstock geworfen…

Karte_Pirmasens