Hintergrund der Handlung

Im Osten des Herzogtums Veldenz, an der Grenze des Lehens Pirmasens liegen die Lande der Pfalz. Ein wildes Land, bevölkert von Orks, deren Stämme sich ebenso untereinander befehden, wie sie ihren menschlichen Nachbarn im Westen eine Plage sind.

Raubzüge und Plünderungen von der einen und Strafexpeditionen von der anderen Seite waren seit eh und je die Grundelemente dieser Nachbarschaft. Als sich jedoch das Herzogtum Veldenz im Erbstreit und Bürgerkrieg entzweite und die Aufmerksamkeit seiner Waffenträger gegeneinander richtete, wussten die Orks dies zu nutzen. Stück um Stück wurden Befestigungen und Dörfer an der Grenze zerstört, die Menschen vertrieben, getötet oder versklavt und das Territorium der Stämme nach Westen erweitert.

Nun ist der Bürgerkrieg Geschichte. Mit Arwain Arodon hat Pirmasens seit einigen Jahren einen neuen Herrn. Dieser strebt, sein Herrschaftsgebiet zu früherer Blüte und Größe zurückzuführen. Arwains Blick geht nach Osten. Dort, auf dem Land, welches einst zu Pirmasens gehörte liegen mehr als die Ruinen von Dörfern und Wehrtürmen.

Ein alter Salzstock verspricht sicheren Reichtum. Das Einkommen des weißen Goldes ermöglicht einen zügigen Aufbau des vom Kriege abgemagerten Pirmasens. Wer den Salzstock besitzt, hat Geld. Wer Geld hat, hat Macht. Wer Macht besitzt, hat eine Zukunft. Das weiß auch Karl von Kröppen, Arwains südlicher Nachbar und Reichritter der Königin von Franken, der über eine Verwandtschaft zum früheren Herrn von Pirmasens ebenfalls Ansprüche angemeldet hat und den Salzstock für sich selbst will. Schon auf der Pirmasenser Herbstturnei des vorvergangenen Jahres hatte von Kröppen seine Intrigen gesponnen und war mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden.

Und dann ist da noch ein unscheinbares Grab. Ruhen dort die Gebeine der seligen Ignes? Jener letzten Äbtissin, aus deren goldenem Kelch seit jeher jeder Herzog von Veldenz einen Schluck nahm, um den Segen der Götter auf seiner Herrschaft zu erbitten? Diese Zeremonie zu vollziehen galt den Herren des Landes als wichtiger symbolischer Akt, um die Legitimität ihrer Herrschaft zu bekräftigen. Als der Bürgerkrieg in Veldenz ausbrach und jeder Anwärter auf den Thron danach strebte, den Kelch sein eigen zu nennen, floh die Äbtissin in den hintersten Winkel des Reiches, ins östliche Pirmasens – just zu der Zeit, da die Orks einfielen. Ignes – und mit ihr der Kelch – verschwand. Gelänge es Arwain, den Kelch zu finden und dem gegenwärtigen Herzog Oswin II. zu überreichen, der Herzog blickte gewiss wohlwollend auf die Ansprüche seines Ritters, seine Eroberungen dem Lehen Pirmasens anzuschließen.