Geschichte der Eichentempler

Gründerzeit

Die alte Heimat der Arodon liegt im Königreich Albernia auf dem Kontinent Aventurien. Vor rund 2000 Jahren erreichten die ersten menschlichen Siedler das unwegsame Land der Orks und Oger am großen Fluß. Der Sage nach war einer von ihnen ein Ritter namens Bantram. Während einer Rast unter einer mächtigen Eiche wurde Bantram von drei Ogern angegriffen. Als er nach hartem Kampf mit dem Rücken zum Baum zu unterliegen drohte, rief er die Göttin Rondra um Hilfe an. Die Kriegsherrin sandte ihm einen Blitz, der die Eiche spaltete. Der herabstürzende Teil erschlug den letzten von Bantrams Gegnern.

Der Ritter erbaute aus dem Holz der Eiche einen Tempel mit dem Eichenstumpf als Altar. Um sich sammelte er weitere Ritter, mit denen er sich das Land unterwarf. Dies waren die Ritter des Tempels der alten Eiche zu Weidenau. Bis heute bestehen Tempel und der Bund.

Orken und Nordleute

In den folgenden Jahrhunderten wurde das wilde Albernia ein menschliches Reich. Ein Aufstand der Orks wurde blutig niedergeschlagen, ihr Volk endgültig verdrängt. Auch die Nordleute zogen mit ihren Drachenbooten plündernd über den Fluß. Doch während sie vielerorts in Albernia Fuß fassten, wusste die Baronie Weidenau sich gut zu wehren und wurde nie erobert.

Arodon

Seinem heutigen Namen erhielt das Haus vor 500 Jahren. Der damalige Kaiser Rohal der Weise berief die Weidenauer Baronin Selinde zur Herzogin von Weiden. Diese übertrug zunächst provisorisch ihrem Bruder Arodon die Verwaltung der Baronie. Aus dem Provisorium wurde die Regel und das Haus nahm zur Unterscheidung von der alten Linie den Namen Arodon an.

Exil

Die letzte Baronin von Weidenau Macha Arodon fiel vor rund 10 Jahren im Freiheitskampf der Albernier gegen das Herzogtum Nordmarken. Die letzten Ritter flohen auf Geheiß der Herrin aus der belagerten Burg mit ihrem Erben, dem Knaben Liam. Sie sollten den Erben im Verborgenen aufziehen und ihm die spätere Rückkehr an die Macht sichern. Doch eines Tages verschwand der Junge. Seine Spuren führten zu einem Tor in eine Anderswelt. Die Ritter schworen sich den Eid, nicht eher zu ruhen, bis sie den Erben wieder gefunden hätten und den letzten Befehl ihrer Baronin ausgeführt hätten. Dann folgten sie der Spur durch das Tor und begannen ihre Odyssee durch Welten und Länder.

Neue Heimat

Einer dieser Ritter war Arwain Arodon, ein Vetter der letzten Baronin. Auf seinen Reisen kam er auch durch das im Bürgerkrieg entzweite Herzogtum Veldenz. Dort kämpfte er auf Seiten der Thronanwärters Oswin. Als dieser siegte und als Oswin II. zum Herzog gewählte wurde, belehnte er seinen Mitstreiter mit dem Lehen Pirmasens, im Südosten seines Herzogtums. Dort ließ sich Arwain nieder und stellte den Aufbau seiner neuen Heimat neben die angehende Suche nach dem Erben.